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Auf dem Weg einer nachhaltigen Entwicklung:
1. Das Leitbild "Nachhaltige Entwicklung"
2. Nachhaltige Entwicklung
von Unternehmen
3. Bildung für
eine nachhaltige Entwicklung
4. Internetseiten
1. Das Leitbild "Nachhaltige Entwicklung"
Das Leitbild "zukunftsfähige Entwicklung" oder auch "nachhaltige Entwicklung" (engl. sustainable development) prägt seit Beginn der 90er Jahre die internationale und nationale Umwelt- und Wirtschaftspolitik. Zentrales Anliegen nachhaltiger Entwicklung ist es, ökologische Verträglichkeit mit wirtschaftlicher Entwicklung und sozialer Gerechtigkeit zu verbinden. Ziel ist also der Schutz der Ökosphäre, eine stabile wirtschaftliche Entwicklung und eine gerechte Verteilung des Wohlstands.
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Der Begriff geht zurück auf den so genannten Brundtland-Bericht aus dem Jahre 1987 - benannt nach der früheren norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland, in dem es wie folgt heißt: "Nachhaltige Entwicklung ist Entwicklung, die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können."
Die nachhaltige Entwicklung wurde auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro und in den Folgekonferenzen bis zum jüngsten Gipfel in Johannesburg zum offiziellen Programm der Vereinten Nationen erhoben, zu dessen Einhaltung sich fast alle Länder verpflichtet haben. Als wichtiges Dokument des Erdgipfels von 1992 stellte sich die AGENDA 21 heraus - der Fahrplan für einen guten Weg in das 21. Jahrhundert. Die Leitidee der AGENDA 21 ist "Global denken - lokal handeln". Die AGENDA 21 stellt ein globales Handlungsprogramm dar, das die wesentlichen Problemfelder benennt und Vorschläge beinhaltet, um diese anzugehen. Endgültige, konkrete Ziele werden in der AGENDA 21 nicht genannt. Denn nachhaltige Entwicklung wird als ein kontinuierlicher Aushandlungsprozess zwischen der Zivilgesellschaft, Akteuren der Wirtschaft und dem Staat verstanden.
Die Nachhaltigkeitsdebatte umfasst heute praktisch alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Das immer breitere Diskussionsspektrum verlangt nach intensivem Dialog aller beteiligten Akteure, gerade auch unter Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen. Die nächste Generation, die ihre Zukunft sinnvoll gestalten will, soll mit notwendigen Wissen als Basis für "nachhaltigere" Entscheidungen ausgerüstet werden.
Seit dem Weltgipfel in Rio wurden weltweit zahlreiche Aktivitäten angestoßen, in Deutschland auf nationaler Ebene (z. B. Nationale Nachhaltigkeitsstrategie, Nachhaltig-keitsrat, Enquete-Kommission "Globalisierung der Weltwirtschaft"), auf Ebene der Bundesländer (z. B. Zukunftsrat NRW) und auf kommunaler Ebene (Lokale AGENDA 21-Prozesse). Hier wird jeweils versucht, wichtige Themenfelder für die jeweilige Ebene zu identifizieren, alle wichtigen Personengruppen in den Dialogprozess einzubeziehen, um zu gemeinsamen Zielen und Maßnahmen zu gelangen.
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2. Nachhaltige Entwicklung von Unternehmen
Unternehmen sind mit ihren wirtschaftlichen Aktivitäten weltweit maßgeblich an dem hohen Ressourcenverbrauch , der Gestaltung von Arbeitsprozessen und den Finanzströmen beteiligt und gelten z.B. neben den Konsumenten als ein zentraler Akteur für die Umsetzung von Nachhaltigkeit. Seit einigen Jahren wird zunehmend versucht, das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung auf Unternehmensebene umzusetzen. Angestrebt wird dabei eine dreifache Gewinnstrategie: Wettbewerbsfähigkeit stärken, Ressourcen schonen, sozialen Fortschritt unterstützen.
Nachhaltigkeit für Unternehmen, Branchen und Produktlinien operationalisierbar zu gestalten, ist eine zentrale Herausforderung für die Wissenschaft. Unternehmen unterliegen bei der Auseinandersetzung mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen einer Entwicklung, die die politische Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte wider spiegelt. So hat die Umweltpolitik sich seit den 70er Jahren von der Output-Orientierung stärker in Richtung eines integrierten Ansatzes entwickelt. Inzwischen geht man davon aus, dass eine zukunftsfähige Wirtschaft nur durch einen ökologischen Strukturwandel zu erreichen ist, der seinen Focus auf das präventive Vermeiden von Umweltproblemen richtet.
Als Resultat dieser politischen Entwicklungen gibt es heute über 9000 (!) umweltrelevante rechtliche Regelungen in der BRD. Sie gehört heute damit zu einem der in diesem Bereich am stärksten regulierten Ländern der Welt. Als grundlegende umweltpolitische Verpflichtungen für Unternehmen gelten in der Bundesrepublik Deutschland vor allem die Gesetze zur Kreislaufwirtschaft, zum Wasserhaushalt und zum Immissionsschutz.
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Unternehmen, die Umwelt- oder Nachhaltigkeitsmanagement praktizieren, können dabei auf verschiedene Instrumente zur Analyse, Umsetzung und Kommunikation zurückgreifen. Diese ermöglichen ihnen, ihr Unternehmen unter Nachhaltigkeitskriterien zu analysieren, ihre Produktion diesen Kriterien anzupassen und ihr Unternehmensimage in der Öffentlichkeit zu verbessern. Sowohl von der Anzahl als auch von der Konkretisierung her besteht zur Zeit eine Dominanz der umweltorientierten Instrumente im Vergleich zu den sozial/ethisch ausgerichteten und integrierenden Instrumenten. Solche Instrumente verursachen den Unternehmen zusätzliche Kosten in zum Teil nicht unerheblichen Umfang. Deshalb ist es für die meisten Instrumente und Umsetzungsprojekte in Bezug auf Nachhaltig-keitsstrategien in der Wirtschaft kennzeichnend, dass sie überwiegend von Branchenverbänden oder Konzernen bzw. großen oder multinationalen Unternehmen durchgeführt werden. Kleinere Unternehmen versuchen vorhandene Instrumente deshalb oft in vereinfachter Form anzuwenden. Die folgende Tabelle zeigt eine Auswahl solcher Instrumente:
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3. Bildung für eine nachhaltige Entwicklung
Bildung ist eine unerlässliche Vorraussetzung zur Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung. Die Realisierung ökonomischer, ökologischer und sozialer Ziele verlangt nach gut ausgebildeten und qualifizierten Arbeitskräften. Zentrales Anliegen der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ist es, zu vermitteln, dass sich die Zukunft gestalten lässt und dass die Menschen mit entsprechenden Fähigkeiten ausgestattet werden, um an den notwendigen Prozessen mitzuwirken. Bildung für eine nachhaltige Entwicklung stellt einen neuen Ansatz dar, diese Ziele zu integrieren. Im Vordergrund steht das zukunfts- und anwendungsorientierte Lernen, wobei es hier weniger um die Vermittlung von Wissen über Umweltbedrohungen geht, als vielmehr darum, die Menschen für eine gelingende, selbst verantwortbare und zu gestaltende Zukunft zu mobilisieren. Von zentraler Bedeutung ist das Erlernen von Gestaltungskompetenz - die Fähigkeit, Dinge nicht als gegeben anzusehen und sich so gut wie möglich an die Gegebenheiten anzupassen, sondern neue und andere Denkansätze zu entwickeln und die vorhandenen Spielräume auszunutzen. Dies lässt sich nur mit partizipativen Methoden wie z.B. Projektarbeiten, Zukunftswerkstätten und -konferenzen und Rollenspielen erlernen, wobei Problemlösungen im Lernprozess entstehen. Durch Vermittlung interdisziplinären Wissens, werden die Lernenden außerdem zu vernetztem und vorausschauendem Denken angeleitet.
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