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Zwei weitere Lernpartnerschaften in Wuppertal besiegeln ihre langfristige Kooperation


Dr. Jola Welfens, Wuppertal Institut, Werner Schlesinger, Direktor des Gymnasium Siegesstraße und Hans-Joachim von Buchka, Kanzler der Bergischen Universität, unterzeichnen die Vereinbarung.

Am 27. Mai 2004 unterzeichneten das Gymnasium Siegesstraße und die Bergische Universität Wuppertal ihre Kooperationsvereinbarung. Einen Tag später am 28. Mai 2004 folgte die Unterzeichung der Lernpartnerschaft zwischen dem Gymnasium Vohwinkel und den Barmenia Versicherungen.

Das Besondere an der Kooperation zwischen dem Gymnasium Siegesstraße und der Bergischen Universität ist, dass die Schülerinnen und Schüler die Universität als Unternehmen betrachten. Denn was viele nicht wahrnehmen, im Unternehmen Universität sind etwa 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschulverwaltung auch in Werkstätten, technischen Anlagen und vielen Bauangelegenheiten tätig, damit die rund 1000 Wissenschaftler und 14.000 Studierenden ihren Aufgaben nachgehen können. Das Unternehmen Universität läuft völlig unabhängig von Vorlesungszeiten und der Anwesenheit von Studenten, Professoren und allen anderen Mitarbeitern weiter und das mit zum Teil hohem Aufwand.

Themen der Kooperation werden beispielsweise sein: Lärm, Elektrosmog, Belastung durch Monitorstrahlung, Gefahrguttransporte, Abfallentsorgung, Unfallverhütung. Aber auch ein Blick in die Geschichte steht auf dem Projektplan. Am Beispiel des Campus Freudenberg wird der Wandel von der militärischen Nutzung zur friedfertigen Forschungseinrichtung aufgezeigt. Beim Verkehr sollen Verkehrsströme anhand der Lage der Universität und ihrer Erreichbarkeit und die Anbindung an die Stadt Wuppertal bzw. die Nachbarstädte untersucht werden.

Beim Thema Energie geht es um den enormen Energiebedarf der Universität, Möglichkeiten der Energieeinsparung und den Einsatz alternativer Energien. Kanzler von Buchka betonte: "Unsere Betriebsaufwendungen entsprechen denen einer Kleinstadt von 20.000 Einwohnern!"

Bei beiden Ratifizierungen wurde in Anwesenheit der Presse besonders die Qualität der Lernpartnerschaft durch den inhaltlichen Fokus der Nachhaltigkeit hervorgehoben. Schülerinnen und Schüler lernen ihre Zukunft in Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität und der Barmenia Versicherungen mitzugestalten und zukunftsrelevante Fragen zu stellen.

´Nachhaltigkeit bedeutet, dass wir zwar heutige Bedürfnisse erfüllen müssen, dabei aber auch unsere Kinder die Chance erhalten, dass auch ihre Bedürfnisse in der Zukunft erfüllt werden. Deshalb müssen wir Konzepte mit Zukunftsperspektive entwickeln. Was liegt näher, als die aufgeschlossene Schülergeneration in die Entwicklung miteinzubeziehen? Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen, noch dazu kompetent moderiert, kann ich nur befürworten.´ erläutert Josef Beutelmann, Vorsitzender des Vorstands der Barmenia Versicherungen.

Die Barmenia Versicherungen, mit ihrer 100-jährigen Tradition, zählen zu den großen unabhängigen Versicherungsgruppen in Deutschland und gelten mit rund 1.200 Mitarbeitern am Standort als einer der größten Arbeitgeber in Wuppertal.

Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Vohwinkel haben sich mit den Barmenia Versicherungen einen starken Partner ausgesucht, der in der praktischen Arbeit in allen Perspektiven der Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie, Soziales) Impulse im Unterricht setzen kann.

Die ersten Kooperationsvorhaben sind vorgesehen für den Differenzierungskurs Gesellschaftswissenschaften, Praktische Philosophie und Mathematik. Themen die dabei zunächst im Mittelpunkt stehen lauten ´Sekundärtugenden oder Teamregeln´, ´Entwicklung von sozialen Systemen im Generationenkonflikt´ sowie die ´Berechnung von Versicherungsbeiträgen´. Fächerübergreifend wird ein Bewerbungstraining angeboten.


Ingeborg Gottlob, Direktorin des Gymnasium Vohwinkel, Josef Beutelmann, Vorstandsvorsitzender Barmenia Versicherungen und Dr. Christa Liedtke, Wuppertal Institut, unterzeichnen die Vereinbarung.


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